Goldplay lässt die Fans in Oberbruch toben

Heinsberg-Oberbruch. Wummernde Rhythmen, kreisende Scheinwerfer von farbigen Lichtorgeln und spritzige Klänge von der E-Gitarre lassen die Herzen der meisten Teenager und Twens höher schlagen. Insbesondere dann, wenn dies alles auch noch auf hochkarätigem Niveau dargeboten wird, wie es zuletzt von der Coldplay-Tribute-Band „Goldplay“ in der Oberbrucher Festhalle zu erleben war.

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Die vier Musiker Sven Ruppert (Gesang), Markus Schmidt (Gitarre), Harald Pfeil (E-Bass) und Martin Werner (Schlagzeug) hatten einige hundert Fans angelockt, darunter keineswegs nur junge Leute, sondern auch nicht wenige „ältere Semester“. Und sie starteten gleich mit „Mylo Xyloto“, einem der größten Hits ihrer großen Vorbilder – das gleichnamige Album hat sich bis heute bereits über acht Millionen mal verkauft.

Festliche, fast barock anmutende Harmonien leiteten das Stück ein, erst nach etwa 20 Takten trat das Schlagzeug auf den Plan. Weiter ging es mit dem eher lyrisch-melodiösen „Hearts like heaven“ und dem ebenso bekannten „In my place“; das spontane Begeisterungsrufe auslöste. Die stampfenden Rhythmen von „Talk“ brachten die Festhalle dann vollends zum Kochen, nicht weniger die aufreizende Sinnlichkeit des noch bekannteren „Yellow“.

Dezente fernöstliche Gongschläge standen am Beginn von „Loves in Japan“, „Paradise“ verbreitete dagegen eine fast schon mystische Feierlichkeit. Bei „Green eyes“ konnte Sven Ruppert mit einem schönen Bariton-Solo glänzen, nur Markus Schmidt begleitete auf der E-Gitarre, während Schlagzeug und E-Bass weitgehend ausgespart blieben. Auch bei „Major Minus“ und „White shadows“ erwiesen sich die Mitglieder der „Goldplay“-Band als perfekte Kopie ihrer großen Vorbilder, die in den letzten zehn Jahren mehr als 40 Millionen Alben verkauften und vier Grammys einheimsten.

Überschwängliche Gefühlsseligkeit und glühende Leidenschaft paarten sich in „Sky full of stars“, worin der Anblick eines klaren Sternenhimmels mit der Liebe zu einem Mädchen verglichen wird. „Denn du bist wie ein Himmel voller Sterne“ lautet die deutsche Übersetzung des Textanfangs.

Fahle Friedhofsstimmung

Eine düstere Atmosphäre verbreiteten dagegen die „Cemeteries of London“– hier konnte man tatsächlich eine beklemmend fahle nächtliche Friedhofs-Stimmung heraushören, während die sachliche Emotionslosigkeit von „The Scientist“ stark mit der Textaussage kontrastierte, worin ein Wissenschaftler seiner zerbrochenen Beziehung nachtrauert: „Es ist so eine Schande, dass wir uns trennen…“. Mit „Clocks“ brachte die Band eine weitere besonders erfolgreiche Zugnummer von „Coldplay“ zu Gehör – das Ticken von Uhren kam darin freilich nicht vor, vielmehr hatte Schlagzeuger Martin Werner alle Hände voll zu tun.

Am Ende tobte der Saal vor Begeisterung, die Fans konnten sich von den vier Akteuren auf der Bühne kaum trennen. Natürlich kamen sie nicht an mehreren Zugaben vorbei.

Quelle: Aachener Zeitung Johannes Gottwald

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