Mit Goldplay auf Coldplay Wegen

Diese Frage ist schon eher von Bedeutung. War es „Coldplay“, die hoch dotierte Band aus dem Reich des Britpop, die ihre Fans am Samstag zum zweiten Konzert des „Beckumer Sommers“ lockte? Oder war es „Goldplay“, deren Ruf als geniale Coverband sich als der Magnet erweist?

Der Verlauf des Abends zeigte, auch die Antwort auf diese Fragen ist von sekundärer Bedeutung, wenn man noch den Klang der Stimme von Sven Ruppert im Ohr hat. Stark an Chris Martin, den gelegentlich umstrittenen Leadsänger von „Coldplay“ erinnernd, war er das herausragende Ereignis dieses Abends. Sänger, Gitarrist und Pianist, er war der charismatische Führer des Quartetts. Er riss vor allem die Fans von „Coldplay“ mit, forderte sie immer wieder zur rhythmischen Unterstützung heraus, brachte Bewegung in die Bühnenshow, um schließlich am Schluss von der Bühne zu springen: „Wollt ihr mit mir tanzen?“

Britpop hat es in Deutschland etwas schwer. Auch eine Coverband, die auf der Welle einer Spitzenband aus England mitschwimmt, kann davor nicht verschont bleiben. Dass der Abend dennoch für viele in bester Erinnerung bleiben wird, spricht für die Qualität beider Formationen. Bei „Goldplay“ stimmte eben alles. Ihre Versionen klangen authentisch. Ihre Ausstrahlung reichte bis weit hinein in die Menge ihrer Zuhörer. Und nicht zuletzt konnten sie sich bei ihrem Mix aus Rock und Ballade auf einige Ohrwürmer verlassen wie „Clocks“, „Talk“ und vor allem „Viva La Vida“.

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